Samstag, September 10, 2016

Loslassen, das Leben droht!

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Warum Sie mit Ihrem Selbstvertrauen stehen und fallen

„Pferdebilder. Fransenbluse, Cowboyhut und Cowboystiefel. Sag mal Yvonne, willst du das wirklich durchziehen?“, entgeistert schaute mich mein Kollege an. „Also die Idee mit der Lockerheit und dem Humor finde ich ja noch gut, aber dieser Westernaufzug? Damit machst du dich zur Lachnummer. Ganz ehrlich: Damit wirst Du im Business nicht ernst genommen.“

Wenn ich mich an meine Anfänge erinnere, staune ich noch, wie viele erfolgreiche Menschen mir damals abgeraten haben, als Cowgirl aufzutreten und authentisch zu bleiben. Ich zu sein. Worte wie „Bloss nicht mit dem Hut ins Business“. waren an der Tagesordnung, ebenso wie: „Und dann noch das Thema Humor? Das ist viel zu schwierig.“ Hmpf.

BLA. BLA. BLA.

Und wissen Sie was? Da pfiff ich drauf! Ich habe mich von nichts und niemandem umstimmen lassen. Das heisst nicht, dass es einfach war; im Gegenteil, viele Male habe ich gezweifelt und war auch schon drauf und dran, den Bettel hinzuschmeissen. Aber ich ging meinen Weg. Stets voran.

Der wichtige Punkt ist, dass ich damals einen unerschöpflichen Vorrat an Selbstvertrauen hatte und Mut bewiesen habe. Und ganz ohne Selbstbeweihräucherung: Ich musste vieles wagen -

Verloren oder gewonnen?

Und habe gewonnen! Ich bin für meinen Biss sowie meine Authentizität belohnt worden und bin heute einfach nur glücklich, dass ich ein (Berufs)Leben leben kann, das mich wirklich glücklich macht. Und das war wirklich nicht einfach. Nerven, Geld, Zeit… von allem hat dieser Werdegang genügend gekostet. Ohne Selbstvertrauen, Mumm und der unerschütterlichen Unterstützung meiner besten Menschen wäre es vielleicht auch anders gekommen.

Interessanterweise hat mein geschäftlicher Selbstvertrauens-Werdegang nicht nur mit dem Business zu tun. Es gab eine Schlüsselzeit in meinem Leben, als ich wusste: „Egal was passiert, ich schaffe alles!“

Damals quittierte ich meinen Job, weil ich einfach die Nase voll hatte und ausbrechen musste. Ich beschloss mehr oder weniger spontan, für 3,5 Monate nach Neuseeland und Australien zu reisen. Mit Schiss im Bauch sass ich im Flieger: Ich war noch nie so lange verreist und dann auch noch ohne etwas zu buchen…unvorstellbar! Es hätte in die Hose gehen können. Ich habe mir Sorgen gemacht und hätte vor Angst mit eingezogenem Schwanz nach Hause zurückkehren können.
Bin ich aber nicht. Ich bin über mich hinausgewachsen, sprang Fallschirm trotz Höhenangst, habe entgegen ärztlichem Rat (Kurzatmigkeit) das Tauchbrevet gemacht, bin von einem 10 Meter Felsen ins Wasser gesprungen und habe alleine eine Dschungeltour unternommen. Als ich am Schluss wieder nach Hause flog, wusste ich genau, dass mich nichts mehr umhauen kann. DAS hat mir Selbstvertrauen gegeben.

Lieber sicher unzufrieden als LOSgeLASSEN

In meinen Coachings arbeite ich immer am Selbstvertrauen. Wenn dieser Punkt unstimmig ist, fühlt man sich nicht wohl und traut sich nur wenig zu. Man hat Angst, bleibt lieber in der Routine stecken und wagt nichts, damit man ja nichts falsch machen kann. Das Problem dabei: Man bleibt einfach stecken. Und versumpft im Alltag.

Vielfach tun wir Dinge nur, weil es uns jemand sagt. Seien es die Eltern, der Partner, die Schule, die Gesellschaft… die Liste von „man tut es nicht“-Sagern ist lang. Wer tut heute schon das, was wirklich zu ihm passt? Leider führt das dazu, dass wir nicht authentisch sind und der Erfolg – und das Glück – ausbleiben. Wir sind aber nicht auf der Welt um so zu leben, wie uns andere gerne haben möchten.

Um den Kreis meiner Geschichte zu schliessen: Wenn ich damals kein Selbstvertrauen gehabt hätte, hätte ich mich von den Bedenkträgern und sonstigen Schwarz/Weiß-Dinosauriern sicherlich sehr beeinflussen lassen.

Ausbruch? Ich gratuliere.

Wenn das Selbstvertrauen für Sie ein Thema ist – und glauben Sie mir, Sie befinden sich in bester Gesellschaft – dann habe ich heute ein echtes Tool-Schmankerl für Sie.

3 Schritte für mehr Selbstvertrauen

Erstens: Als erstes definieren Sie für sich eine richtig grosse Herausforderung, die Sie sich auf keinen Fall zutrauen.

Zweitens: Schreiben Sie sich auf, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie diese Herausforderung schon gemeistert hätten. Schliessen Sie die Augen und lassen Sie Ihr Hirn mittels Auto-Suggestion seinen Job machen. Sehen Sie sich selber zu, wie Sie es geschafft haben. „Baden“ Sie in dem Gefühl des Erfolgs. Riechen Sie die Klarheit der Luft, stellen Sie sich die freudigen (oder neidvollen) Blicke der anderen vor. Egal was Sie sich vorstellen, bleiben Sie so lange wie möglich und immer wieder in diesen Gefühlen drin und seien Sie einfach stolz auf sich – ja, im Voraus.

Drittens: Nun schnappen Sie sich Ihre Herausforderung in „Realtime“ und stellen sich Ihr. Das stärkt Sie und gibt Ihnen die Chance, sich selbst besser kennenzulernen.

Woraus Ihre persönliche Herausforderung besteht, spielt keine Rolle. Es hängt immer mit Ihrem Selbstvertrauen zusammen. Vertrauen Sie sich selbst? Wie ist Ihr Selbstwert dabei – was sind Sie sich wert?

Diese Fragen sind wichtig.
Wichtig ist auch, dass Sie sich selber sind. Oder sich bemühen, sich selbst zu werden. Denn wer, wenn nicht Sie, kann Sie selbst sein?

Geben Sie mir doch ein Feedback zu diesem Bericht. Es interessiert mich, welche Herausforderungen Sie gerade meistern.

Wussten Sie, dass ich darüber auch in meinem Buch berichte? Hier mehr Infos.

Kennen Sie Frau Humuffel? Die wappnet Sie für alles. Hier anmelden.

Donnerstag, August 25, 2016

Juppi, heut’ mach ich mich selbstständig…

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Selbstständigkeit ist die absolute Freiheit. Oder?

„So. Der wird mir schon bald nicht mehr auf der Nase herumtanzen!“, dachte sich Oliver, als er den Kündigungsbrief an seinen Chef in den Briefkasten pfefferte. Gedanken wie „tun und lassen, was ich will!“, und „was die können, kann ich eh schon seit 25 Jahren“, zogen an ihm vorbei. Beschwingt und pfeifend tritt er den Heimweg von der Post an. Schliesslich darf er sich auch freuen, er hat „Mut zur Selbstständigkeit“ bewiesen und den Plan in die Tat umgesetzt.

Warum Oliver heute trotzdem bei mir im Coaching sitzt, will ich von ihm wissen. „So hatte ich mir das irgendwie nicht vorgestellt. Weißt du Yvonne, ich hatte es so satt, mich rumkommandieren zu lassen und ständig etwas zu tun, was keinen Sinn ergibt. Dann noch die schlechte Stimmung bei uns und die Angstmache der Chefs, dass wir in dieser Wirtschaftslage um unsere Jobs fürchten müssen!”, sprudelte es aus ihm heraus.

„Ich weiss, dass ich 1A auf meinem Gebiet bin. Auch mein Umfeld ist mir ständig damit in den Ohren gelegen, dass ich es alleine probieren soll. Was mir jedoch niemand gesagt hat, ist, wie anstrengend es ist, sich selbstständig zu machen! Ich bin ja auch nicht mehr 30! Also im Kopf zwar schon“, witzelte er und pausierte „aber ich bin oft sehr müde. Weißt du, seit ich selbstständig bin, fühle ich mich wie ‘das Mädchen’ für alles! Ich mache nur noch Dinge, die vorher die anderen Abteilungen der Firma für mich gemacht haben. Und dann das Verkaufen! Liegt mir gar nicht. Zeit habe ich für gar nichts mehr! Ich arbeite nur noch, aber das schlimmste ist, dass die Kasse trotzdem leer bleibt! Obwohl ich dachte, alles hätte sich geändert, muss sich etwas ändern!“

Als er mich so anblickt sehe ich ihm an, unter welchem Druck er steht. Was ist passiert? Er hatte unterschätzt, dass „selbstständig sein“ bedeutet, dass man nur noch gefühlte 20 Prozent der Arbeit macht, die man eigentlich liebt. Der Rest? Planen, organisieren, buchhalten, werben?! Jawohl.
Vor mir sass also der Prototyp des „großen Erwachens“ mit der Selbstständigkeit: Total ausgebrannt, keine Lust mehr an der Arbeit und schlichtweg lahmgelegt.

Das bedeutet es tatsächlich, selbstständig zu sein

Das löst natürlich Frust aus. Wir werden unglücklich und beginnen unter diesem Druck zu leiden. So verschlechtert sich die Alltagslaune, was oftmals genau die Menschen zu spüren bekommen, die wir am meisten lieben.
Hinzu kommt die Angst vor dem Versagen. Anstatt die Notbremse zu ziehen, ackern wir weiter; oftmals bis zur Erschöpfung. So funktionieren wir nur noch auf „Autopilot“ und können nicht mehr zurück.
Wenn Sie auch selbstständig sind, dann kennen Sie die tollen Sprüche wie „Du bist ja selbstständig, du kannst dir die Zeit frei einteilen.“ Ja super; welche Zeit denn – die zwischen Mitternacht und Morgengrauen?

Falls Ihr rosaroter Traum von der Selbstständigkeit gerade ein paar Kratzer abbekommen hat oder Sie sich etwas ertappt fühlen, dass Ihnen das „selbstständig sein“ gar nicht so gut gefällt, dann verzagen Sie nicht! Es muss nämlich nicht so sein. Die Selbstständigkeit kann so schön sein und richtig Spass machen. Ich bin sehr glücklich damit!
Mir geht es lediglich um einen Realitäts-Check. Und auch darum, dass Sie sich das teure Lehrgeld sparen, dass ich auf meinem Weg bezahlt habe. Denn niemand sagt uns, was es wirklich bedeutet, „selbstständig“ zu sein; dass man ständig am ackern ist, dass man auch dann investieren muss, wenn man eigentlich gar kein Geld hat und – in der Kasse erstmal Ebbe herrscht.

Selbstständig: Tipps von einem alten Hasen im Geschäft

Auch wenn Ihr Business anders ist als meines, gibt es einige Erfahrungen und Tools, die ich sehr gerne mit Ihnen teile. Es gibt einen besonders wichtigen Punkt, mit dem alles steht oder fällt.

Auch wenn niemand Anderes an Ihre Idee glaubt:
SIE MÜSSEN FELSENFEST VON SICH ÜBERZEUGT SEIN UND WISSEN, DASS ES FUNKTIONIERT.

Wenn Sie das können, dann schaffen Sie auch den Rest. Ich habe auch wenige Male die Freude am Arbeiten verloren. Immer dann, wenn ich mich um Dinge gekümmert habe, die ich einfach nicht kann. Deshalb mein erster Tipp:

1. Suchen Sie sich für die Dinge, die nicht Ihren Talenten entsprechen, professionelle Leute. Das heisst zwar, dass Sie auch dann investieren müssen, wenn kein Geld reinkommt, aber machen Sie nicht den Fehler, dass Sie sich mit Dingen abrackern, die Sie nicht gerne tun. Das kommt Sie teuer zu stehen, denn Ihre verbrauchten Nerven bezahlt Ihnen niemand. Machen Sie nicht den Fehler, dass Sie alles selber zusammenschustern. Das nicht professionell und schadet Ihnen mehr, als es etwas nützt. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe während meinen Anfängen Freunde von mir gebeten, meine ersten beiden Homepages zu machen und mir meine Werbung selbst zusammengeschustert. Das wirkte alles andere als professionell, und deshalb wurde ich auch nicht gebucht. Klar war es eine günstige Lösung, aber gebracht hat es gar nichts. Investieren musste ich später nämlich doppelt.

2. Sie müssen nicht gleich von 0 auf 100. Es gibt die Möglichkeit, nebenher zu arbeiten. Ich habe beispielsweise einige Jahre noch einen Halbtagsjob gehabt, damit ich Geld in meine Leidenschaft investieren kann und mich nicht unter meinem Preis verkaufen muss. Wenn Sie nichts auf der Seite haben, dann empfehle ich diesen Punkt besonders, denn „nichts wert sein“ schwächt Ihr Selbstvertrauen. Und das benötigen Sie mit einem eigenen Geschäft ganz dringend.

3. Gerade in schwierigen Momenten ist es einfach „ich kann nicht“ zu denken, weil kein Geld für Investitionen da ist. Ein Trugschluss! Schauen Sie mal ganz ehrlich hin, wofür Sie Ihr Geld so ausgeben. Es gibt Dinge, da zucken wir nicht mit der Wimper, wenn wir sie kaufen. Und für die eigene Person reicht es nicht?? Das geht so nicht, denn das wichtigste in Ihrem Leben sind Sie; wenn Sie überfordert sind, hat niemand etwas davon. Investieren Sie in sich selber, auch wenn Sie denken, dass sie das „jetzt grad nicht können.“

4. Manchmal dürfen Sie hohe Einsätzen wagen. Ich habe sogar mein Buch selber herausgegeben, obwohl das Budget gar nicht vorhanden war. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem Sponsor gemacht. Es gibt so viele Menschen die einem wirklich helfen und unterstützen wollen, wenn sie merken, wieviel Leidenschaft in Ihrer Arbeit steckt.

Merken Sie, dass es in jeder Situation Alternativmöglichkeiten gibt? Wenn Sie ehrlich mit sich selbst sind, dann haben Ausreden keine Chance mehr. Wenn Sie zweifeln, dann stärken Sie sich mit den Gedanken an alternative Lösungswege. Welche haben Sie, damit es funktioniert?

Achten Sie auch auf die Menschen, mit denen Sie sich umgeben. Lassen Sie sich von Menschen unterstützen, die den Weg in die Selbstständigkeit schon hinter sich haben. Erfinden Sie das Rad nicht neu, aber nehmen Sie nur Tipps von Menschen, die wissen wovon sie sprechen. Mich haben viele tolle Menschen auf meinem Weg begleitet, die mich unterstützten und immer wieder inspirieren. (Zum Beispiel mein Freund Thomas Hirt, Fabrizio Lugano, Michael Rossié, Margrit Hertlein, die Menschen der Firma Trion, Angela Kubli, Horst Veitl, Sandra Gräfin Bernadotte - und noch viele mehr)

Haben Sie eine Frage zum Thema oder möchten Lob, Kritik oder sonst etwas loswerden? Ich freue mich über Post

Donnerstag, August 11, 2016

Ständig Hirnmüll Deluxe – Warum machen wir das?

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Warum Sie den müllfreien Tag ausprobieren sollten

Als der Flieger in Düsseldorf gelandet ist, habe ich mich unglaublich auf meinen Auftritt gefreut. Ich wurde von einem Vertreter der Firma am Flughafen abgeholt und in ein schickes Hotel gebracht. Ich hatte mich top vorbereitet, und mein Auftritt verlief dementsprechend wie am Schnürchen. Der Betrieb, der mich eingeladen hatte, organisierte auch die Übernachtungen für manche der Tagungsteilnehmer und so kam es, dass ich abends an der Hotelbar einige bekannte Gesichter aus dem Publikum wieder traf. Viele lächelten mir zu, und es dauerte keine fünf Minuten, bis meine gute Laune die anderen angesteckt hat und ich Anschluss fand.

In der Bar lief parallel zu unserem Plausch das Fussballspiel für die Vorausscheidung zum EM-Viertelfinale. Deutschland hielt fleissig die Italiener in Schach, und ich freute mich darüber, dass eine Gruppe fremder Menschen zusammen schwatzte und lachte.

Doch dann kam die Halbzeit – und mit ihr der News-Flash. Es wurden drei Ereignisse gezeigt: Ein Selbstmordanschlag, eine Schießerei und der Tod vom 20 Menschen bei einem Busunglück in Pakistan. Wir alle schauten betreten auf den Bildschirm – und ich konnte fühlen, wie der Stimmungsbarometer ins Bodenlose sank.

Was der Hirnmüll mit uns anstellt

Dann geschah etwas ganz Typisches: Statt den Abend zu geniessen, fingen die Leute an, über die Ereignisse zu diskutieren und zu jammern, dass das zwar ganz schrecklich sei, wir aber nichts dagegen tun können. Stimmt das denn? Wissen Sie, was ich glaube? Ich denke, dass wir Menschen regelrecht dramasüchtig sind.

Dieses Verhalten, ausgelöst von stündlichen schlechten Nachrichten im TV oder per App, sorgt nämlich dafür, dass wir uns von negativen Ereignissen total zumüllen lassen (mal abgesehen von all dem persönlichen Kram, in dem wir uns regelrecht suhlen). Haben Sie sich schon mal überlegt, dass wir uns jeden Tag über 80% unserer wertvollen Zeit mit (Arbeits-) Problemen und schrecklichen Ereignissen beschäftigen?

Das meine ich, wenn ich sage, dass wir dramasüchtig sind. Wir brauchen jeden Tag unsere Ration an Drama – und die Medien unterstützen uns fleissig dabei, indem sie uns mit schlimmen News füttern. Nicht ganz unproblematisch finde ich dabei, dass wir den Menschen, die etwas Schlimmes tun, auf diese Weise eine hervorragende Plattform für Ihre Taten bieten und Ihnen genau die Aufmerksamkeit geben, die Sie wollen. Wie verbreitet sich „Angst“? Genau so!

Ich greife hiermit nicht die Massenmedien an, die machen ja auch bloss ihren Job. Ich liste hier lediglich eine Tatsache auf; und Sie als mein geschätzter Humor-Follower möchte ich auf diesen nicht ganz uninteressanten Punkt aufmerksam machen. Sie und meine Klienten dürfen Ihr Bewusstsein nämlich dafür schärfen, mit was Sie sich tagein, tagaus so beschäftigen. Das hat direkten Einfluss darauf, wie Sie sich fühlen.

Die Flut an schlechten Nachrichten führt dazu, dass sich Ihr Hirn ständig mit Negativem beschäftigt. Und das wiederum macht, dass wir ständig Stimmungsflaute haben. Je mehr wir uns solche Ereignisse ansehen und noch mit allen darüber reden, desto schlechter geht es uns. Wir haben keinen Platz und keine Energie mehr, uns für Positives zu begeistern und uns über tolle Sachen zu freuen – oder die Dinge zu ändern, die uns im Leben behindern.

Raus aus der Negativspirale – mit Humor!

Ich glaube, dass es daran liegt, dass wir Menschen einfach gerne konsumieren. Es ist halt schon sehr bequem sich einfach mit dem berieseln zu lassen, was da ist. Aber das muss nicht sein! Wir können das ganz bewusst ändern.

Am einfachsten gelingt es, wenn Sie in einem ersten Schritt Ihrem Newskonsum gegenüber achtsamer werden. Wenn Sie sich sonntags bisher immer die Frühnachrichten, gefolgt von drei Krimis und die Spätnachrichten noch als Dessert obendrauf angeschaut haben, gehören Sie zwar zu den harten Fällen, aber – Achtung, Schenkelklopfer! ;) Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das ist ja alles okay, aber machen Sie sich bewusst, was Sie sich da reinziehen! Nehmen Sie wahr, was diese Shows mit Ihnen machen. Wie fühlen Sie sich am Montagmorgen? Ich jedenfalls hätte bei so viel Zetermordio Mühe, noch fröhlich zu bleiben!


Was wir wollen, ist Platz für unser Lächeln und mehr Spass im Leben zu schaffen. Zum Glück können wir unser Hirn bewusst beeinflussen und das System auch im Umkehrschluss nutzen – je mehr „Plus“ uns beschäftigt, desto positiver sind wir eingestellt. Wir können ab sofort aufhören, den schrecklichen Ereignissen so viel Platz im Leben zu schenken. Jeder kann das tun!!! Auch im Netz haben wir die Möglichkeit, positive Dinge zu posten und zu konsumieren.

Damit das „Unternehmen Positiv“ zum Erfolg führt, beginnen Sie in kleinen Schritten:

Suchen Sie schon unterwegs zur Arbeit etwas Witziges: Eine lustige Werbung, einen witzigen Musiksender, eine Kabarett-CD. Dinge, die Sie aufstellen. So stellen Sie sicher, dass Sie gut gelaunt bei der Arbeit ankommen.

Suchen Sie einen kleinen Gegenstand aus, der Sie positiv stimmt. Etwas, das Sie mit tollen Gefühlen verbinden. Diesen stellen Sie im Büro auf oder tragen ihn bei sich.

Machen Sie ganz bewusst einen müllfreien Tag und ziehen Sie sich nur Positives rein. Sollte Sie jemand auf schlechte Ereignisse ansprechen, dann lächeln (!) Sie und sagen: Stop! Ich will bis heute Abend 20 positive, fröhliche oder lustige Geschichten oder Ereignisse sammeln. Hast Du da was beizutragen?

Ein netter Nebeneffekt dieser Übung ist, dass Sie dem anderen helfen, sofort von der Negativ-Schiene runterzukommen. Sie lenken die Person in eine gute Stimmung und schon bald ist das ganze Umfeld angesteckt. Wetten, dass Sie am Abend gut drauf sind?

Mehr über Humor im Businessalltag gibt’s hier.

Donnerstag, Juli 28, 2016

Lieber abtauchen statt absaufen: Dass etwas andere Urlaubssouvenir

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Wer sucht, der findet!

Die Fransen meiner Lederjacke schwingen hin und her, als ich aus dem Rancherhaus in Richtung Stall gehe. Ich fühle die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht, als ich meinen Cowboyhut in den Nacken schiebe und der Morgensonne über den Bergen entgegenblicke. Ich blinzle und schaue wieder Richtung Pferdestall. Als ich die Sattelkammer betrete, um mein Geschirr zu holen, nehme ich den Geruch des Leders war, zusammen mit dem vertrauten, süsslichen Geruch von „Pferd“ an der Satteldecke.

Ich trete zu meiner gefleckten Appaloosastute hin, die ruhig im Stall steht mich mit ihren wunderbar dunklen Augen anschaut. Ich putze sie, striegle mit langen, ruhigen Strichen über ihr Fell. Sie schnaubt. Ich führe sie hinaus ins Freie, ihr Atem dampft in der Kälte des Morgens. Als der Hof gerade zum Leben erwacht, reite ich bereits der Prärie entgegen, die sich nun vor mir erstreckt. Ich fühle eine Leichtigkeit und merke, wie sich die Landschaft von Wyoming in meinem Herzen breitmacht. Als wir beide aufgewärmt sind, verfallen wir in einen leichten Galopp den Bergen entgegen. Der Anblick, der sich mir bietet, ist atemberaubend: Weite, so weit das Auge reicht. Keine Menschen, nur wilde Natur, ich und meine Stute. Diesen Ausritt werde ich nie mehr vergessen. Dafür sorgen nicht nur Bilder, die ich mir eingeprägt habe, sondern auch ein Panoramafoto, welches in meinem Büro hängt. Jeden Tag mache ich ein paar Minuten Pause, schliesse die Augen und bin wieder auf dem Rücken von Appaloosatute Appachi. Es ist mein ganz besonderes Urlaubssouvenir, dass ich mir mit nach Hause genommen habe. Es hilft mir immer dann abzuschalten, wenn ich es am meisten nötig habe.

Unverhältnismässige Verteilung von Erholung und Arbeit

Wenn Sie meinen Blog schon länger verfolgen, dann ist Ihnen nicht neu, dass eines meiner Hauptanliegen ist, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, was Humorlosigkeit und der Leistungsdruck im (Arbeits-)Leben mit ihnen anstellt. Das führt dazu, dass wir im Job nur unter Druck und Stress stehen. Wenn wir nur den Urlaub und manche ruhigen Wochenenden nutzen können, um uns zu erholen, herunterzufahren und abzuschalten, werden wir auf die Dauer krank. Dennoch kenne ich viele, die sich nur von Urlaub zu Urlaub retten. Die Zeit dazwischen krampfen sie sich mit einem Job ab, den sie überhaupt nicht mögen.

Dieses Verhalten schadet uns langfristig – auf der seelischen und der gesundheitlichen Ebene. Ich finde, dass 4-6 Wochen Ferien im Vergleich zu bis zu 48 Arbeitswochen im Jahr in keinem Verhältnis stehen. Das ist viel zu wenig. Wenn Sie vorausschauend denken, sollten Sie Ihren Mitarbeitern mehr freie Zeit gönnen. Sie denken, ich bin verrückt? Dann schauen Sie sich um: Wie viele Ihrer Mitarbeiter, Familie oder Freunde sind krank, stecken unzufrieden in einer Tretmühle fest oder stehen kurz vor dem Burnout?

Das Feriensouvenir für den Businessalltag

Lassen Sie die Palmwedel und Kokosnüsse da, wo sie hingehören. Nehmen Sie stattdessen ein Urlaubssouvenir mit nach Hause, dass Sie einsetzen können, wenn das Hamsterrad wieder zuschlägt.
Mein Wyoming-Bild hängt über meinem Arbeitsplatz und immer, wenn ich im Bürosumpf versinke, zaubern mir die Erinnerungen an Amerika ein Lächeln ins Gesicht. Das entspannt mich auch innerlich und siehe da, das geschäftliche Problem von eben ist gar nicht so gross, wie ich erst gedacht habe.

Natürlich kann es auch ein Gegenstand sein, der Sie in den Urlaub zurückholt (packen Sie sich keine verbotenen Souvenirs ein!), oder eine Handlung. Vielleicht beeindruckt sie die Lockerheit der ItalienerInnen. Oder Sie waren in einem Yoga-Retreat, und die Ruhe und Gelassenheit der Yogis hat Sie berührt. Das Ausland ist anders, und dort werden Dinge anders angepackt als zu Hause, vielleicht sogar besser, oder mit mehr Spass und Leichtigkeit. Wenn Sie eine solche Erfahrung machen, nehmen Sie sie aus den Ferien mit! Überlegen Sie sich, was Sie an ihrem Urlaubsort lernen können oder möchten. Sie können sich vielleicht auch ein Mensch aus einer anderen Kultur als Sinnbild nehmen, der sich in einer bestimmten Situation so verhält, wie Sie das gerne tun würden.

Das können Sie dann gleich selbst ausprobieren. Wenn wir mit neuen Verhaltensweisen experimentieren, machen wir frische Erfahrungen – das löst eingerittene Verhaltensmuster so erfolgreich, wie es fast keine andere Methode kann – weil es sich einfach gut anfühlt, da Sie dieses neue Muster sogleich mit Ihrem Urlaub und Entspannung verbinden.

Dazu habe ich ein herrliches Beispiel. Auf einer anderen Reise bin ich im offenen Meer mit Delphinen geschwommen, und da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Wenn ein Delphin nicht mit uns zusammensein möchte, schwimmt er weg und bleibt nicht so lange bei uns, bis es ihm den Deckel lüpft oder er gar krank werden würde. Er tut immer das, was ihm guttut und was er möchte. Und das ist selten das, was andere (Menschen) von ihm wollen. Dieses Bild hat sich mir eingeprägt und ich konnte es mitnehmen - es hat mir mein persönliches Fehlverhalten mehr als verdeutlicht.

Probieren Sie es aus. Die Urlaubszeit ist nicht nur Erholung und Abschalten vom Alltag: Sie gibt uns auch die Möglichkeit, andere Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen. Überlegen Sie sich, wenn Sie heuer in die Ferien fahren, welches Feriensouvenir Sie für den Businessalltag mit nach Hause nehmen könnten. Und dann tun Sie es! Viel Freude dabei!

Sie fragen sich, wie Sie mehr Lockerheit und Spass in Ihren Alltag einbauen können? Dann können Sie mehr dazu hier finden.

Frau Humuffel weiss, wie der Hase läuft. Hier anmelden.

Mittwoch, Juli 13, 2016

Wie bei Ronaldo: Im Geschäftsleben gibt auch keiner Foul!

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Warum miese Taktiken zu schlechten Geschäften führen

Paris, 10.07.2016. Wir befinden uns am EM-Final zwischen Portugal und Frankreich. Die Spieler stehen auf dem Platz bereit, schwitzen in der Abendwärme und können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Die Franzosen erscheinen keck und geniessen die angeheizte Atmosphäre im Stadion, während die Portugiesen voller Konzentration und Selbstbewusstsein dem Anpfiff entgegenfiebern – auch sie erscheinen siegessicher, schliesslich können sie auf ihren Superstar zählen.

Doch die Tränen fliessen gleich zu Beginn. Sie liefen Cristiano Superstar über’s Gesicht, nachdem er nach einem ungesühnten Foul von Dimitri Payet Forfait geben musste. Er verliess Schauplatz mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einer Trage - ich denke, dass das ein Anblick war, der selbst dem hämischsten Barcelona-Fan jegliche Schadenfreude austrieb. „So kann es doch nicht enden“, raunte man im Stadion.

Tat es auch nicht: 95 Minuten später und nach viel portugiesischer Rumeierei ging ein Wahnsinns-Fernschuss von Eder ins Netz. Er erfüllte den portugiesischen Traum – und versetzte der Grande Nation einen Stich ins Herz.

Spannend. Aber: Trotz all diesen emotionalen Ereignissen gab es irgendwie nur einen. Ronaldo. Er stand ständig im Mittelpunkt: Sämtliche Kameras waren von Anfang an auf ihn gerichtet. Es war ein gefundenes Fressen für die Kamera, als er in der Pause in der Kabine die Express-Trainerausbildung absolvierte, um seine Mannschaft (und Cheftrainer Santos) gar überschwänglich zu motivieren.
Und als die Portugiesen nach langen Minuten des Zeitschindens und Dribbelns den Pokal dann doch bekamen, ging es mit den emotionalen Bildern richtig los: Tränen flossen erneut, und zwar so sehr, dass es auch den Zuschauer das Wasser in die Augen treibt. Jubeln kann Ronaldo nämlich auch wie kein Zweiter.

Ich bin keine Fussballexpertin, aber ich frage mich, wessen EM das eigentlich war. Die von der portugiesischen Mannschaft oder die von Ronaldo? Was meinen Sie? Die Frage hat mich doch eine ganze Weile beschäftigt. Und mich auf eine Idee gebracht. Ich hätte es zwar nicht gedacht, aber es gibt einige Gemeinsamkeiten zwischen Fussball und Business.

Erfolge dann feiern, wenn sie anfallen

So wie ich das sehe, werden viele Chefs ihren Mitarbeitern nicht gerecht. Ich kann es nicht oft genug wiederholen, aber Mitarbeiterpflege ist die Königsdisziplin im Geschäft. Sie entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

Wie ist es bei Ihnen? Bekommen Sie Anerkennung im Geschäft? Geben Sie Ihrem Team die Aufmerksamkeit, die es verdient? Nicht immer, oder? Ausser Sie sind der Shooting-Star. Ähnlich verhält es sich mit den Portugiesen: Sämtliches Rampenlicht ist nur auf eine Person gerichtet. Aber wer hat die EM denn gewonnen: Ronaldo oder das gesamte Team? Nicht nur ein Fussball-TEAM möchte Aufmerksamkeit, auch im „normalen Geschäftsleben“ wollen die Mitarbeiter gesehen und wahrgenommen werden.

Kandidat oder Chef für die Stelle unpassend?

Ein guter Fussballcoach weiss sehr genau, welcher Spieler er wo einsetzen muss. Es käme doch keinem Trainer in den Sinn, einen Stürmer ins Goal zu stecken oder einen Verteidiger in den Sturm. Doch leider ist das im Business an der Tagesordnung und oft landen Mitarbeiter durch Umstrukturierungen oder Ignoranz genau da, wo sie nicht sein wollen. Oder gar sollten.

Das „normale Geschäftsleben“ ist ungleich einer EM nicht nur eine Momentaufnahme. Geschäftliche Erfolge werden aber in den meisten Fällen so gehandhabt. Wenn Mitte Jahr Tolles geleistet wird, also ein grosser Kunde dazugewonnen, ein neues Produkt erfolgreich lanciert oder mit ordentlich Schmackes verkauft wird, wird das in den meisten Fällen erstmals ignoriert. Keine Zeit zum Feiern!
Das ist genau so, wie wenn die Fans bei einem Spiel ein wichtiges Tor ignorieren würden, nur um am Ende des Spiels in Jubel auszubrechen. Unvorstellbar, oder? Nichtsdestotrotz kommt dann im Dezember jedes Jahr aufs Neue der langweilige, nichtssagende Weihnachtsbrief, mit dem man sich ganz allgemein für die Zusammenarbeit bedankt. Leistungen werden so aber überhaupt nicht gewürdigt und angesprochen fühlt sich auch keiner.

Die Folgen dieser Geschäftspraktik? Im Endeffekt vergeben Sie wertvolle Umsätze. Viel wichtiger ist jedoch: Dieses Verhalten sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeiter innerlich kündigen. Oder nur noch Dienst nach Vorschrift erledigen. Die Teams werden immer frustrierter, werden (oder „feiern“) viel öfter krank und verfallen in Burnouts und solche Geschichten.

Lob austeilen, Umsatz einstecken

Der erste und einfachste Schritt für mehr Zufriedenheit im Team: Erfolge feiern, Emotionen zulassen! Erinnern Sie sich daran, wie Eder und die portugiesische Mannschaft am Sonntag Ihren Sieg feierten, und tun Sie es Ihnen gleich. Das heisst nicht, dass Sie das nächste Mal, wenn etwas Tolles passiert laut brüllend in die Siegerpose verfallen müssen. Nein. Sie sorgen dafür, dass Ihr Team auch innerlich jubiliert. Und zwar so:

Stellen Sie sich vor, dass Sie Trainer Ihrer Businessmannschaft sind. Stecken Sie die Eckpfeiler ganz klar ab und stellen Sie die Mitarbeiter dort auf, wo sie gut sind. Damit das funktioniert, müssen Sie sich mit Ihrem Team auseinandersetzen und genau hinhören.

Das klingt nach Arbeit. Im ersten Moment ist das auch so, aber als geschickter Stratege (geschickte Strategin) merken Sie bereits nach kurzer Zeit, dass Sie mit diesem Ansatz den ganzen heute herrschenden Motivationswahn getrost auf die Seite stellen können. Wenn Sie Ihre Spieler das machen lassen, worin sie gut sind, haben die Freude an ihrer Arbeit und bringen ihre Stärken dort ein, wo Sie sie benötigen.

Und so geht’s:

1. Schenken Sie Vertrauen
2. Lassen Sie die Mitarbeitenden so spielen, wie es jedem taugt. Und nicht so, wie Sie es sich vorstellen. Stecken Sie nur die Richtlinien
3. Geben Sie konstruktives Feedback, wenn etwas schiefläuft. Verhalten Sie sich Fehlern gegenüber positiv und wischen Sie das Geschehene nicht einfach unter den Teppich. Sprechen Sie unfaires und schädigendes Verhalten an.
4. Und ganz wichtig: Wenn Tore fallen – Loben Sie! Und zwar gezielt und voller Ehrlichkeit. Nehmen Sie sich Zeit, das Lob im persönlichen Gespräch auszusprechen. Das dauert nicht einmal zwei Minuten, die Ihnen als Führungsperson unschätzbare Anerkennung und Sympathiepunkte einbringen.

Lehnen Sie sich zurück und beobachten Sie, wie viele Ihrer Mitarbeiter plötzlich das Tor treffen, oder versuchen, mehr Tore zu schiessen. Diese Mannschaftsaufstellung hat nicht nur den Vorteil, dass Ihre Mitarbeiter das tun können, was ihnen am Herzen liegt, sondern auch, dass Sie als Führungsperson gute Stimmung verbreiten, Humor zulassen und während der Arbeit auch tatsächlich was zu Lachen haben. Klingt gut, oder?

Das Thema Fussball wäre - genau wie die EM 2016 - für’s erste abgehakt. Mehr Business gibt’s hier.

Mittwoch, Juni 29, 2016

Jung und Alt: Die richtige Mischung macht’s!

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Nicht mit mir: Mit 55 auf dem Abstellgleis

Im vergangenen Jahr war ich für eine Firmen-Weihnachtsfeier gebucht, ich trat dort als Kabarettistin auf. Der Saal war voll, die Stimmung brummte – bis der CEO die Bühne betrat und anfing, seine Rede zu halten. Ich spürte die Veränderung der Stimmung im Saal sofort, und spitzte daraufhin die Ohren, was der Geschäftsführer erzählte: Mit monotoner Stimme leierte er Negativ-Facts herunter und beschwerte sich, wie schlecht doch dieses Jahr die Geschäfte liefen, wie gross die Herausforderungen seien, etc., etc. Er hatte für nichts und niemanden auch nur ein positives Wort übrig.

Nach seinem Lamento ehrte er drei Mitarbeiter, die schon 25, 30 und 35 Jahre mit an Bord waren. Besser gesagt, er wollte sie ehren. Stattdessen stellte er die Firma, die Mitarbeiter und vor allem sich selbst in nur zwei Sätzen bloss: „Wegen den harten Zeiten haben wir leider kein Jubiläumsgeschenk für Sie. Trotzdem bedanken wir uns natürlich recht herzlich für Ihren Einsatz in unserer Firma.“

Betretenes Schweigen.

Ich stand kurz vor meinem Auftritt und atmete noch einmal tief durch, denn ich durfte mich ja nicht davon ablenken lassen, dass ich den Bettel am liebsten hingeschmissen und den drei Mitarbeitern meine Gage gespendet hätte.

Die richtige Balance wird verfehlt

Ich glaubte, mich laust ein Affe! So eine Respektlosigkeit. Doch zweifellos ging es an diesem Abend um ein sehr gegenwärtiges Thema: Die Balance zwischen jung und alt in Unternehmen. Sie ist nämlich in vielen Firmen durcheinander geraten.

Oftmals wird uns der Einstieg ins Arbeitsleben alles andere als leicht gemacht. Wenn wir jung sind, kritisiert man an uns, dass wir noch keine Berufserfahrung haben (ja woher denn auch?) und wenn die Erfahrungsjahre dann vorbei sind, wird es auch nicht besser: Dann heisst es, dass wir zu alt sind und unser Verhalten zu festgefahren sei, um noch produktive Arbeit zu leisten.

Die Kraft der Jahre die dazwischen liegen, wird schonungslos ausgesaugt. Oder wir streben sogar noch selber nach mehr Erfolg, Geld und Anerkennung und pushen uns daher noch härter. Eine echte Herkulesaufgabe, die Arbeitnehmer täglich meistern müssen. Dass das vor allem in den späteren Jahren nicht mehr wirklich gelingt, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Immer wieder habe ich ältere, gut qualifizierten Menschen im Coaching, die ausrangiert wurden und mit der Situation nicht umgehen können. Oftmals ist es so, dass ihre Ex-Firma auch noch so „nett“ war, über den Kopf einer betroffenen Person über Frühpensionierungspläne zu entscheiden. Selbstverständlich ohne vorher nachzufragen, ob sie das möchte oder nicht. Traurig. Obwohl diese Menschen ja noch besser gestellt sind als solche, die gnadenlos gefeuert wurden.

Die Schere zwischen den Generationen wird grösser

Der Punkt ist, dass unsere Älteren nicht angeschoben werden wollen! Was mir an der Situation am meisten zu denken gibt, ist, dass wir in Führungspositionen gezwungen sind, zum Wohle des Geschäftserfolgs solche Entscheidungen zu treffen.

Wenn Sie gerade in einer solchen Situation sind, fühlen Sie sich bitte nicht angegriffen. Ich verstehe wirklich, dass Sie das weder freiwillig tun und ich weiss, dass Ihnen das keinen Spass macht. Doch Hand aufs Herz: Sie wissen, dass wir alle älter werden, Abteilungsleiter oder nicht. Wollen SIE später so behandelt werden?

Bestimmt nicht. Stellen Sie sich darum vor – egal wie alt Sie tatsächlich sind - dass Sie gerade zu hören bekommen, dass Sie das Unternehmen aufgrund von finanziellen Engpässen frühzeitig verlassen müssen. Schliessen Sie dazu einen Moment die Augen und horchen Sie in sich hinein. Wie fühlt sich das an? Zerknirschend? Lähmend?
Kein Wunder, denn das ist ein ganz schöner Hammer und mit das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann. Es geht um das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden und auf dem Abstellgleis zu landen. Kein Mensch hält das aus. Jahrelang haben Sie sich mit dem Unternehmen identifiziert.

Es ist aber die Realität, dass wir gerade in solchen Momenten funktionieren müssen. Deshalb nehmen Sie nun Ihren virtuellen Humorkoffer hervor und rekapitulieren, was Sie schon alles gelernt haben (zum Beispiel in den vorhergehenden Blogs). Sie verharren daher nicht in dieser Situation, sonder überlegen sich, was Sie in der Situation anstelle eines Frühpensionierungsvorschlags von Ihrem Arbeitgeber hören möchten. Falls Sie in der Situation sind, einen Mitarbeitenden feuern zu müssen, hilft Ihnen die Übung, sich in Ihr Gegenüber zu versetzen.

Vergessen Sie nie, dass auch Sie älter werden!

Wenn sich eine Kündigung wirklich nicht verhindern lässt, dann ist es wichtig, diese so direkt und früh wie möglich zu kommunizieren. In dem Fall kommt es darauf an, wie Sie es dem Betroffenen sagen. Denken Sie während des Gesprächs an eine vernünftige Erklärung, an Fairness und Respekt. Es ist dann immer noch ein harter Brocken für den oder die Betroffenen. Wenn Sie jedoch an diese drei Werte denken, dann kann er oder sie in Würde abtreten und womöglich sogar nachvollziehen, warum der Schritt ausgeführt werden musste.

Umdenken für einen Generationen-MIX

Doch nicht nur auf der persönlichen, auch auf der geschäftlichen Ebene haben solche „Frühpensionierungs-Ideen“ und Entlassungen teure Folgen. Vielen Teamleitern ist überhaupt nicht bewusst, was Sie an Potential vergeben, wenn sie gut qualifizierte und erfahrene Menschen aus Kostengründen entlassen. So enden unsere Firmen mit zu wenig Wissen und stockendem Austausch zwischen den unterschiedlichen Generationen. Dies hat weniger Effizienz und komplizierte Teamverhältnisse zur Folge, die dem Arbeitsklima schaden und keinen Spass an der Arbeit mehr zulassen.

Erfolgreich unterwegs sind heute solche Unternehmen, die sich die Waage zwischen jung, mittel und älter halten. Dazu gehört ebenso eine geschickte Ratio zwischen Männern und Frauen. Schliesslich haben Männer ihre Stärken und Schwächen, und auch Frauen haben ihre Stärken und … jetzt ist mir doch glatt das zweite Wort entfallen :-))

Scherz beiseite: Fragen Sie sich, wie die Generationen-Mischung in Ihrem Betrieb aussieht. Sehen Sie Verbesserungspotential, oder tendieren Sie zu sehr auf eine Seite?

Die Mischung macht’s aus

Rezept:
Man nehme einen Esslöffel reife Generation und 1/2 Liter junge Talente, mische eine Messerspitze Frauenpower (grosse Spitze) dazu und schmecke mit einer Prise Männertemperament ab.

In meinem Unternehmen profitiere ich unglaublich viel von ganz jungen Menschen - doch auch von der älteren Generation. Wenn Sie sich das heute bewusst machen, profitieren Sie für die Zukunft in zweierlei Hinsicht: Erstens wird sich die demographische Lage, die sich heute abzeichnet, in Zukunft verschärfen (wir stehen kurz vor einer Überalterung der Gesellschaft) und zweitens lässt es sich nicht vermeiden, mit der Zeit zu gehen. Die Tatsache, dass es vermehrt auch die Arbeitnehmer sind, die sich ihre Arbeitgeber und ihre Stellen aussuchen, lässt sich nicht leugnen. Arbeitnehmer sind nicht mehr auf jede Stelle angewiesen. Zu recht! Denn sie sind es, die in Unternehmen für Frische und Aufwind sorgen. Kümmern Sie sich deshalb gut um den Nachwuchs und Ihre Mitarbeiter – oder geben Sie die Verantwortung dafür in erfahrene Hände. So stellen Sie die Weichen für Ihren Erfolg in der Zukunft.

Kennen Sie Frau Humuffel? Die weiss schon lange, wie der Hase läuft. Hier anmelden.

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Donnerstag, Juni 9, 2016

Da vergeht sogar mir das Lachen…

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Was passiert, wenn man sich nur noch über den Job definiert

Dieser Juni ist der bisher strengste Monat meines Geschäftsjahres - es geht wirklich rund. Letzten Freitag sass ich im Büro und hatte noch eine riesige Task-List abzuarbeiten, einem Vortrag für den nächsten Tag den letzten Schliff zu geben, Kundentelefonate und ein Coaching zu machen, zudem musste ich noch einkaufen gehen und mich auf die Reise an den Humortag in Nürnberg vorbereiten. Ich wusste nicht mehr, wo mir der Kopf stand. Ich versumpfte gerade dermassen in meinem Alltag, dass ich an überhaupt nichts anderes mehr denken konnte als die Alltagsspirale.

Plötzlich klingelte es an der Tür. Mit hochrotem Kopf und der Brille auf der Nase stiefelte ich an Haustür, leicht verärgert darüber, dass mich jetzt jemand stört – schliesslich war ich ja so beschäftigt! Als ich öffnete, strahlte mich meine Freundin Petra an. „Yvonne, jetzt gehen wir reiten,“ sagte sie so vergnügt, dass mir gleich das Herz in die Hose rutschte. Wir hatten uns nämlich schon vor einer Weile verabredet. Natürlich habe ich das in meinem ganzen Stress vergessen. Also zählte ich ihr auf, was ich alles noch erledigen muss, wie sehr ich doch im Stress sei und warum ich jetzt bestimmt keine Zeit zum Reiten hätte. Denn in den Stall brachte mich bestimmt niemand. Doch Petra beeindruckte ich damit gar nicht: Mit ihrer unkomplizierten Art sattelte sie mir das Pferd, schlug vor, dass sie Einkaufen gehen und den Stall machen und die Pferde versorgen könne, so dass ich zur Entspannung einfach nur die Stunde in der Natur, mein Pferd und unsere Freundschaft geniessen konnte.
Was das bei mir auslöste, war unglaublich. Sie können es sich nicht vorstellen, wie gut mir das tat! Ich ging so erfrischt an die Arbeit zurück, dass ich meine restlichen Aufgaben in einem Schnurz abarbeiten konnte. Stress? Keine Chance!

Warum einer Humorexpertin das Lachen vergeht

An meinem eigenen Beispiel fiel mir auf, wie leicht es ist, im eigenen Alltag abzudriften und den Fokus auf das Wesentliche zu verlieren. Das ist ein Thema, aus dem definitiv Tragödien gestrickt sein können. Der Anlass, der den Stein des Nachdenkens ins Rollen gebracht hat, ist der kürzliche Selbstmord eines Topmanagers. Sie wissen vielleicht, von wem ich rede und bei welcher Firma er gearbeitet hat. Ist aber egal! Denn ich schwärze in meinem Blog weder jemanden an, noch sehe ich hinter die Strukturen der betroffenen Firma oder ins Gehirn von Menschen. Aber: Es geht mir darum, dass wir weder wegsehen, noch die Thematik totschweigen, sondern uns überlegen, was wir tun können, damit uns das nicht auch passiert.

Der Selbstmord dieses Topmanagers ist kein Einzelfall. Um das Thema einzugrenzen geht es heute um Menschen, die einfach nicht mehr weiterwissen, weil ihr ganzes Leben oft nur am Job hängt und sie sich nur noch über den Beruf definieren können. „Wenn man aber eine solche Position inne hat, muss man doch mit Druck umgehen können“, wird im Zusammenhang von vielen Menschen behauptet. Und das ist es, was mich wirklich die Palme hochjagt: Es ist doch eine absolute Tragödie, wenn jemand aufgrund von Erwartungshaltungen und Druck aus dem Leben scheidet. Aber in den Medien berichtet wird nicht nur über einen toten Menschen, sondern wie sich der Tod an der Börse auswirkt! Im selben Artikel!

Ich zitiere aus der NZZ vom 30.5.16:

„Der Suizid hat an der Börse kaum Wellen geschlagen, die Aktie bewegte sich am Montag in engen Bandbreiten.“

Wie kann denn so etwas nur sein? Merken Sie auch, wie krank das eigentlich ist? Es geht nicht einmal darum, was den Mann in den Selbstmord getrieben haben könnte, sondern lediglich noch darum, was er im Unternehmen geleistet hat und wie sich das auf das aktuelle Wirtschaftsfeld auswirkt. Da bleibt mir die Spucke weg.

Situationsanalyse – frühzeitig Einschreiten

Doch auch ein Manager auf höchster Ebene ist nur ein Mensch. Er ist weder ein Roboter noch hat er nullkommaplötzlich keine sozialen Bedürfnisse mehr, weil er eine Leaderposition besetzt.
Typischerweise kommen mit dieser Position folgende Begleiterscheinung:

Diese Menschen sind in ihrem Job sehr eingespannt. Sie nehmen den Druck, der auf ihnen lastet, aber nur sehr selten als solchen wahr. Stresssymptome. Dass aber eine soziale Abkapselung von Familie und Umfeld geschehen kann, wird gerne übersehen. Parallel dazu steigt der geschäftliche Druck: Die ganze Welt erwartet schwarze Zahlen, Erfolge, Gewinne und wirtschaftliche Sicherheit. Und weil der Mensch Mensch ist, beginnt er sich nur noch dann gut zu fühlen, wenn er diese Erfolge bringt – koste es was es wolle. Da ist es eine ganz natürliche Reaktion, dass dieser Mensch sich mit der Zeit nur noch über seinen Beruf definiert. Und nun stellen Sie sich vor, was passiert, wenn dieser Teil, der ja das ganze Leben definiert, wegfällt?

Der Mensch verliert den Kontakt zu sich selbst. Dies führt zu mehr Druck, den der Mensch wiederum alleine trägt, weil er sich ja nicht mehr mit Menschen umgibt, mit denen er den Druck teilen könnte. Im Gegenteil: Je erfolgreicher man ist, desto weniger Schwäche darf man sich erlauben. Aber aufbuckeln darf man sich alles! 
In solchen Momenten schreitet das Umfeld nur in den seltensten Fällen ein, weil jeder von uns in seinem eigenen Film gefangen ist und weil man sich nicht traut, ein Tabuthema anzusprechen!

Erkennen Sie gerade Teile von sich selbst wieder? Klar! Denn bei diesem Thema darf man nicht nur Kaderspitzen betrachten: Wir alle verlieren vor lauter „Karriereleiter nach oben steigen“ den Boden unter den Füssen. Mit wachsendem Erfolg werden die Menschen, die unten an der Leiter zurückbleiben, immer kleiner und entfernen sich sozial und beruflich von uns, je höher wir steigen. Und je höher die Positionen, desto weniger Zeit für die „anderen“ Menschen. Lieber umgeben wir uns mit Menschen in gleichen oder höheren Positionen, die aber in der genau gleichen Zwickmühle stecken und uns nicht wachrütteln können oder wollen. Was das auslösen kann, dürfen Sie sich selbst ausmalen.

Wenn Sie betroffen sind, ist es Zeit, die Rutschbahn einmal wieder runterzurutschen und den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.

Für WAS machen wir das?

WARUM lassen wir uns von wirtschaftlichen Erfolgen tyrannisieren und unterjochen uns freiwillig einem Wirtschaftssystem, das uns unglücklich und einige von uns tot macht? Wir haben doch so wenig Leben zur Verfügung.

Soziale Strukturen: Zeit, umzudenken

Nehmen Sie sich – wie ich am Freitag – an der Nase und überlegen Sie sich heute, was Sie tun können, damit Sie sich morgen ein wenig leichter fühlen.

Eine gute und wichtige Lösung scheint mir für mich persönlich, dass ich mich mit Menschen umgebe, die bodenständig sind und noch den Bezug zu sich selbst haben. Es müssen nicht nur Menschen aus dem Topmanagement sein oder solche, die nur das Erfolgreiche in uns sehen. Schreiben Sie sich deshalb fünf Menschen auf, die das für Sie tun, was meine Freundin Petra für mich getan hat: Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie gerade absumpfen.

Ich suche mir meine Freunde heute sehr genau aus. Menschen, die nur im Businessdenken stecken und sich nur über ihren Job definieren tun mir nicht gut, weil sie mich vom Wesentlichen im Leben ablenken. Die Menschen, die ich in meinem Leben möchte, holen mich sofort auf den Boden zurück und lassen mich die Dinge aus einem anderen Winkel sehen. Bei diesen Menschen bin ich Yvonne und nicht die Expertin für Business-Humor, die Autorin, die Keynote Speakerin…. einfach nur Yvonne.

Machen Sie sich Gedanken dazu wer SIE sind. Was macht Sie als Mensch aus? Nicht das, was Sie alles an Titeln und materiellem Besitz angehäuft haben. Denn all das können Sie leider auch nicht mit ins Grab nehmen. Überlegen Sie sich, wo Ihr Ausgleich liegt, wer und was Sie glücklich macht und stärken Sie diese Teile und die Beziehungen zu den dazugehörigen Menschen. Sorgen Sie dafür, dass nicht Ihr ganzes Leben am Job hängt.

Und drittens möchte ich Ihnen ans Herz legen, dass Sie Ihre Arbeitsstelle hinterfragen. Macht Ihr Job Sie wirklich glücklich? Liegt Ihrem Arbeitgeber und Ihrem Unternehmen etwas an Ihnen als Mensch? Wenn Sie irgendwo arbeiten, wo diese Aspekte nicht zählen, sollten Sie sich ernsthafte Gedanken machen. Denn langfristig wollen Sie bestimmt nicht in ihrem eigenen Alltag untergehen – oder wollen Sie riskieren, dass es knallt?

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Donnerstag, Mai 26, 2016

Du bekommst das, wofür du bezahlst.

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Schneller, besser, billiger? Wundern Sie sich nicht über Qualitätseinbussen.

Wir alle wollen für eine gute Leistung angemessen bezahlt werden. Da stimmen Sie mir doch zu, oder? Dennoch halten wir uns im Geschäftsleben oftmals nicht an diese Fairplay-Regel.

Ralf, der Partner meiner Freundin Katrin leitet eine Abteilung einer Gross-Produktionsfirma, die Spezial-Eisenteile für Flughäfen und andere Sicherheitsgebäude herstellt. Vor Kurzem luden sie uns zu sich nach Hause ein. Schon als wir ihr Haus betraten, merkte ich, dass etwas im Argen war. Die Atmosphäre war angespannt, Ralf lächelte uns zwar an, aber es schien, als ob ihm das Lachen im Halse steckenbleiben würde.

Zum Boeuf Bourgignon - und nach zwei Gläsern Wein - erfuhren wir den Grund für die miese Stimmung: Ralfs Firma verliert Kunden am Laufmeter und er steht kurz davor, Mitarbeiter entlassen zu müssen. Angefangen haben die Schwierigkeiten Ende letzten Jahres, als die Verhandlungen mit einem Grosskunden, für den sie seit vielen Jahren produzierten, anstanden. Bei den Verhandlungen ging es natürlich um den Preis. Der Kunde war nicht bereit, den üblichen Preis zu zahlen. Sie schlugen einen viel niedrigeren Preis vor - und zwar so tief, dass es sich für Ralfs Firma gar nicht mehr lohnte, die Teile überhaupt zu produzieren.

Es folgten zähe Gespräche, bei denen Ralfs Firma schliesslich in die Knie ging. Die Aussage, die Ralf dann machte, liess mich aufhorchen: „Wir mussten ja auf diesen Preis eingehen. Sonst hätten wir den Kunden verloren!“

Einen angemessen Preis festlegen - und dazu stehen!

Der Kunde verhielt sich so, wie es ganz typisch für unsere Zeit ist: Wir wollen immer mehr haben, haben riesige Erwartungen, gleichzeitig wollen wir dafür immer weniger bezahlen. Obwohl wir fair sein wollen, finden wir uns kontinuierlich auf einer Seite des Preiskampfs wieder. Mal ehrlich: Wie oft haben Sie Ihr Gegenüber schon mit den Preisen drücken wollen? Und wie oft wurde Ihr Preis schon gedrückt?

Hierzu möchte ich Ihnen eine Übung ans Herz legen. Wenn Sie das nächste Mal eine gute Leistung zu teuer finden, nehmen Sie sich an der Nase und machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht den Fünfer und das Weggli haben können.

Ralfs Firma hat in den Preisverhandlungen einen entscheidenden Fehler begangen: Aus Angst, den Kunden zu verlieren, knickten sie ein. Dieser Kompromiss war schon von Anfang an völlig aussichtslos. Entweder verlieren sie den Kunden, oder sie produzieren zum Nulltarif. Ist doch voll blöd, dass sie zugesagt haben, oder? Was denken Sie, wie wird der Kunde im nächsten Jahr reagieren - wird er es bei diesem Preis belassen? Bestimmt nicht, denn sie hatten ja bereits Erfolg mit der Killer-Strategie. Ich bin sicher, der Kunde wird Ralfs Firma erneut in die Ecke drängen. Ich an der Stelle des Kunden würde einen so schwachen Verhandlungspartner auch nicht mehr ernst nehmen.

Preiskämpfe bergen Frustpotential

Dieses Verhalten hat Folgen. Wenn wir uns unter unserem Preis verkaufen, verlieren wir im Endeffekt nicht nur Kunden, sondern vor allem Glaubwürdigkeit und Respekt. Doch daran denkt im ersten Moment keiner. Das frustrierendste dabei ist, dass solche Preis- und Machtkämpfe immer auf den Rücken der Mitarbeitenden ausgetragen werden. Obwohl genau die Menschen so wertvoll für eine Firma sind. Gute Mitarbeiter sind schlichtweg Gold wert. Und das sollten Sie sie als Führungsperson auch spüren lassen. Mit einem guten und fairen Führungsstil. Damit steht und fällt Ihr Unternehmen nämlich.

Was meinen Sie was diese „immer billiger, immer mehr, immer schneller“-Mentalität bei Ihnen und Ihren Mitarbeitenden auslöst?
Frust am Arbeitsplatz, Motivationslöcher, Konflikte und Mitarbeiter, die nicht wissen, woran sie sind. Die Angst, immer wieder um den Job fürchten zu müssen, killt auch noch das letzte Lächeln und das letzte Fünkchen Humor. Die Unzufriedenheit, und das Gefühl, dass wir mit einer solchen Atmosphäre in unseren Mitarbeitenden hervorrufen, ist mit das Schlimmste, was einem Unternehmen widerfahren kann: Das Gefühl, nichts wert zu sein.

Sich den eigenen Wert bewusst machen

Stehen Sie voll und ganz hinter sich selbst und ihrer Preispolitik. Damit Sie das Thema „Preis“ ad acta legen können, sollten Sie sich jetzt fragen, ob Sie oder Ihr Produkt den Preis den Sie verlangen, Wert sind. Schlüpfen Sie dann in die Rolle des Kunden. Würden SIE Ihren gesetzten Preis bezahlen? Nur Sie kennen Ihre Preiskalkulation. Wenn Sie in diesem Moment ehrlich mit sich selbst sind, dann wissen Sie jetzt, ob Ihr Preis in Ordnung ist, oder ob Sie noch einmal über die Bücher müssen.

Sorgt für deutlich mehr Fairplay in Sachen Preis - und in ihren Geschäftsbeziehungen.

Anekdoten aus dem humorvollen Alltag und mehr Übungen gibt’s in meinem Buch ausGELACHT.

Mittwoch, Mai 11, 2016

Warum wir Weltmeister im Rumlabern sind

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Wenn Sie Klartext reden, riskieren Sie, verstanden zu werden

Vor einiger Zeit, führte ich eine Beziehung, die einige Jahre andauerte. Mit den Jahren kamen aber auch die Probleme, und ich merkte, dass von meiner Seite her die Liebe noch gross war, mein Partner sich aber von mir distanzierte.

Eines Morgens kam er und sprach die gefürchteten Worte: „Wir müssen reden.“ Mit Herzklopfen folgte ich ihm ins Wohnzimmer, da ich ja schon spürte, was als Nächstes kommen würde. Er begann das Gespräch und zeigte mir auf, dass es für ihn nicht mehr stimmte. Er sagte aber auch - und das sind die Worte, an die ich mich bis heute erinnere - dass es ihm wichtig sei, fair zu mir zu sein. Er müsse mir deshalb sagen, dass er eine andere Frau kennengelernt und sich auch schon Ausreden einfallen lassen hätte, um sie mal zu treffen.

Aber er entschied sich, das nicht hinter meinem Rücken zu tun. Ich bewunderte seinen Mut und klar, es tat weh, kratzte mein Ego - doch er war so ehrlich und damit auch respektvoll zu mir, dass ich dieses Ereignis heute im Grossen und Ganzen positiv sehe und wir auch unsere Freundschaft aufrechterhalten konnten. Es hätte mir viel mehr weh getan, wenn er mich hintergangen hätte, was in Beziehungen leider viel häufiger passiert.

Wer nicht den Mut hat, Klartext zu sprechen und lieber um den heissen Brei herumredet, riskiert aber, auch schöne Momente in der Beziehung kaputt zu machen, so dass nur noch die Streitigkeiten in Erinnerung bleiben.

Ehrlich sein - auch wenn es der schwerere Weg ist

Immer wieder treffe ich die „Weltmeister in der Kategorie der Rumlaberer“ an. Viele von uns reden so lange um den heissen Brei herum, bis nur noch kalter Kaffee da ist. Anstatt für uns selber einzustehen und womöglich auch die drohende Schelte einzustecken, ziehen wir den Schwanz ein und lügen lieber. Denn eins ist klar: Klartext braucht Mut!

Doch wir fassen uns kein Herz, weil wir Angst haben, dass wir unser Gesicht verlieren oder jemanden verletzen könnten. Aber Sie wissen so gut wie ich: Egal auf welcher Geschäftsebene oder in welcher Generation man nachfragt - durch das Band finden Menschen es schlimmer, angeschwindelt und veräppelt zu werden. Laberei und Schönrederei verschlimmern die Situation meistens. Wenn jemand Klartext redet, tut das zwar im Moment weh der und auch das Ego leidet womöglich ein wenig, langfristig wird Ehrlichkeit aber viel mehr geschätzt. Wenn uns jemand hingegen veräppelt, fühlen wir uns wirklich verletzt.

Das ist nicht nur im Privatleben, sondern auch im Business so. Es kann einer Firma unglaublich schaden, wenn sich eine Führungsperson oder ein Key Player als Schwindler enttarnt. Oder wenn die Chefin oder der Chef nicht zu seinen Entscheidungen stehen kann.

Laberei sorgt für schlechte Stimmung

Wenn das der Fall ist, dann ist unser Betriebsklima aufgeschmissen. Denn wenn wir labern und lügen, herrscht beim Empfänger erstmals Ratlosigkeit. Meistens spüren wir sowieso, dass etwas nicht stimmt. Wir wissen aber nicht, woran wir sind, und das löst Unsicherheit und Konflikte aus. Im Privatleben riskieren wir so Respekt, Zuneigung und unsere Beziehungen, im Geschäftsleben kann es neben einer schlechten Stimmung im Team zu regelrechten Kleinkriegen kommen, wo einer den anderen bekämpft. Dies kann zu ernsthaften Geschäftsschäden führen.

Gerade bei Aufgaben- und Verantwortungsverteilung in Teams entsteht diese schlechte Atmosphäre immer wieder ganz typisch, weil keiner weiss, wer jetzt was zu sagen hat. Mitarbeiter fühlen sich durcheinander gebracht und stehen nicht mehr einheitlich hinter der Führungsperson. Dies wiederum macht es für Führungspersonen schwieriger, mit den Teams zu kommunizieren.

Mit Humor respektvoll und ehrlich sein

Die Lösung hört sich einfach an, fordert aber einiges an Chuzpe: Reden Sie Klartext. Sagen Sie, was Sache ist. Manchmal ist es jedoch gar nicht das Problem, dass wir nicht ehrlich sein wollen, sondern wir nicht wissen, wie wir unserem Gegenüber sagen sollen was uns beschäftigt.

Eine Möglichkeit dem entgegenzuwirken ist die Humortechnik Jongleur. Diese „jongliert“ mit Worten und spielt mit deren Zweideutigkeit. Ein ganz herrliches Beispiel hat mir eine Klientin letzte Woche geliefert:

Sie nervt sich seit Monaten, weil sie mit ihrem Team nicht vom Fleck kommt. Eigentlich hätte sie eine Führungsrolle inne, allerdings fehlt es ihr an genügend Verantwortung, um sich auch tatsächlich durchsetzen zu können. Zusätzlich wurde ihrem Team von oben nie klar kommuniziert, dass sie die Fäden in der Hand hält. Sie hat mich um Hilfe gebeten, um herauszufenden, wie sie mit ihrem Chef reden kann, damit der auch versteht was sie meint.

Ich habe ihr den Tipp gegeben, dass sie etwas suchen soll, dass sie mit ihrem Chef in Verbindung bringen kann. Wenn er beispielsweise schnelle Autos liebt, dann soll sie Ferraris oder Bugattis in ihre Sätze einbauen. Das würde dann so klingen:

„Herr Klugmeister, ich würde hier gerne durchstarten wie ein Ferrari. Doch im Moment sitze ich eher in einer lahmen Zitrone fest. Ich komme nicht vom Fleck, weil mir die Verantwortung fehlt - dies bremst mich und mein Team aus. Wir sind aber bereit, Vollgas zu geben!“

Durch die Blume - oder eben nicht

Gerne nenne ich ein weiteres Beispiel. Angenommen, Ihre Chefin liebt Blumen:

„Frau Klügrich, Sie lieben doch Blumen. Ich finde, dass unser Team mit einem Blumengarten vergleichbar ist. Ich wäre gerne eine Rose, möchte aufblühen und wachsen, doch im Moment bin ich eher der verstaubte Kaktus. Ständig muss ich meine Stacheln ausfahren, weil mir jegliche Verantwortung fehlt. Leider kann auch mein Team nicht mitwachsen, und ich sehe bereits erste hängende Köpfe.“

Natürlich ist es wichtig, dass Sie diese Metaphern mit einer Portion Humor von sich geben. Es ist wichtig, dass Sie diese Bilder fröhlich kommunizieren und solche Sätze nur zwischendurch im Gespräch einbauen - es soll ja auf keinen Fall übertrieben wirken.

Ausprobieren können Sie die Technik, wenn Sie ein Gespräch vorbereiten. Positiv ist ebenfalls, dass Sie sich dabei in Kreativität üben und viele gute und humorvolle Texte kreieren werden. Wenn Sie es auch noch schaffen etwas einzuflechten, dass Sie mit ihrem Chef verbinden können, sind Ihnen offene Ohren garantiert.

Mehr zum Thema gibt’s hier.

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Donnerstag, April 21, 2016

Nach Ostern gehören die Eier nur noch in die Hose

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Warum auch Führungspersonen kuschen und lügen, um nicht anzuecken

In meinem Arbeitsalltag komme ich immer wieder mit einer brisanten Thematik in Berührung. Die Menschen schaffen es einfach nicht, Rückgrat zu beweisen. Vom Angestellten und der Führungskraft werde ich gefragt:

„Warum bekommen ich und mein Team Aufgaben gestellt, die überhaupt gar keinen Sinn ergeben?“

Hierfür möchte ich Ihnen von Paul erzählen. Er ist Abteilungsleiter einer Schweizer Firma, die Teile für chemische Analysen herstellt. Mir gegenüber war er sehr ehrlich, als er mir gestand, dass er sein Team anschwindelt, schlichtweg um besser dazustehen. Ich zitiere:

„Ich entscheide täglich Dinge, von denen ich keine Ahnung habe. Ich weiss nicht, ob meine Entscheidung richtig oder falsch ist, weil mir die Zeit fehlt, mich in das Thema einzuarbeiten. Anstelle einer fundierten Entscheidung gebe ich meinem Team Aufgaben weiter, von denen ich weiss, dass sie keinen Sinn machen. Oftmals habe ich aber keine andere Wahl, weil ich mein Gesicht nicht verlieren, oder mir meinen Fehler eingestehen möchte.“

Von der kleinen Schreinerei bis zum Weltkonzern lässt sich dieses Muster verfolgen. Eins meiner prominenteren Lieblingsbeispiele ist Don Thompson, ehemaliger CEO von McDonalds, der doch tatsächlich und allen Ernstes erzählt hat, dass McDonald’s „keinen Junk-Food verkauft.“ (Der englische Artikel ist übrigens sehr lesenswert).
Warum tun Menschen so etwas, warum lügen sie, dass sich die Balken biegen? Denken die denn, ihre Mitmenschen (oder Shareholders) sind doof?

Das Trauerspiel der Sandwichfigur

Die Ausreden, die ich von Klienten höre, wenn ich sie mit ihrem Verhalten konfrontiere, lassen mich manchmal nach Luft schnappen. „Wir müssen das halt so machen, die ganz Oben haben das gesagt.“ Oder: „Was bleibt mir denn anderes übrig, als Folge zu leisten?“

Natürlich verstehe ich das. Frauen wie Männer sind in einer Führungsrolle oftmals im Sandwich gefangen. Von oben werden Aufgaben gestellt, die dann mit dem Team umgesetzt werden müssen. Oftmals sind es Dinge, die überhaupt keinen Sinn ergeben. Aber den Mumm, das offen zu sagen und logisch dagegen zu argumentieren, haben wir nicht. Anstelle uns zu wehren, befürchten wir, dass wir unseren Job verlieren. So setzen wir die sinnlose Aufgabe nach unten durch, und bringen unser Team gegen uns auf.

Das Problem: Wenn wir selbst etwas nicht gut finden, können wir die anderen auch nicht begeistern. Kurzum. Für eine langfristige und (für Sie) gesunde Berufskarriere gibt es nur eins:

Schluss, aus, nein! 
Eier gehören in die Hose, nicht in den Osterkorb! Stählern Sie ihr Rückgrat.

Unmotivierte Mitarbeiter, Gewinneinbussen; und dann?

Was passiert, wenn wir nicht für uns einstehen und diesen Fehler als Führungskraft öfters wiederholen?
Wenn Sie Dinge umsetzen, hinter denen Sie sich verstecken müssen, weil Sie sie selber nicht gut finden, werden Sie von Ihrem Team nicht mehr ernstgenommen.

Die Folge sind unmotivierte Mitarbeiter, die Ihnen nicht mehr Vertrauen und nur noch ungern zur Arbeit erscheinen, um Dienst nach Vorschrift zu erledigen.

Und schliesslich: Wenn Ihre Abteilung die Betriebsziele nicht mehr erreicht, tritt genau das ein, was Sie mit Ihrer ersten Handlung eigentlich vermeiden wollten. Mit einer Lüge wollen Sie sich davor schützen, Ihren Job zu verlieren.
Aber was denken Sie, was passiert, wenn Sie aufgrund dieser Lügen die Betriebsziele nicht erreichen?

Die Lösung

Mit dem heutigen Artikel unterbrechen wir dieses Muster. Denn Humor kann auch bedeuten, dass Sie für sich selbst einstehen. Und das heisst nicht, dass Sie den Hofnarr für Ihren Chef spielen müssen, sondern genau das Gegenteil. Sie überlegen sich nämlich eine wirkungsvolle Strategie.

Beweisen Sie Rückgrat, auch wenn es unangenehm für Sie ist.
Setzen Sie nur durch, was auch Sinn macht.
Lassen Sie Unsinniges sein
Suchen Sie das Gespräch mit der Chefin oder dem Chef; und

hier kommt der Humor ins Spiel. Machen Sie eine lustige Geschichte daraus, wenn etwas Sinnloses durchsetzen müssen und tun Sie dies, indem Sie die Humortechnik Mammut einsetzen. Das heisst, dass Sie die Folgen dieser Unsinnigkeit masslos übertreiben.

Nach diesem Schritt bereiten Sie eine Erklärung vor, die zeigt was passiert, wenn die Aufgabe sinnvoll umgesetzt wird. So knacken Sie den härtesten Konzernchef.

Viel Erfolg!

Mehr Humortechniken, Anleitungen und Anekdoten aus meinem Alltag gibt’s hier.